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Haikos Restaurant-Tipps

Spanien

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Zur Auswahl und Beurteilung der Restaurants beachten Sie bitte die Hinweisseite meiner Restaurant-Tipps.

(Die Restaurant-Tipps ergaben sich bei einer 4-wöchigen Fahrt entlang der Mittelmeerküste im Mai 2016 sowie einer 3-wöchigen Fahrt entlang der Atlatinkküste im September 2019.)

Zu Restaurants in Spanien

Bei Spanien denkt man direkt an Tapas. So wie Spaniens Küche sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hat und der französischen ziemlich ebenbürtig ist, hinsichtlich der Kreativität in einigen Teilen Spaniens (z.B. an der Mittelmeerküste) sogar überholt hat, so hat sich auch die Tapas-Kultur entwickelt und hat (fast) nichts mehr damit zu tun, was in Deutschland in einem spanischen Restaurant angeboten wird. Insbesondere in den "besseren" spanischen Restaurant bekommt man exquisite Vorspeisen in etwas kleineren Portionen, und das meistens für 3 - 6 Euro. So z.B. Salmorejo (eine Art Gazpacho), Fischtartar oder Ceviche (in Zitronensaft marinierte Fischstücke), Tortilla mit Scampis, Canelloni mit Ochsenschwanz, ein bei 60 Grad gegartes Ei mit Pilzen, Fischfilets oder Kalbsbäckchen auf Kartoffelcreme oder ein Tocino del Cielo (eine Mischung aus Caramelcreme und Kuchen) als Dessert. Selbst diese Tapas-Portionen sind i.a. so üppig, dass, je nach Geschmack, 3 bis 5 davon für ein Essen ausreichen. Aber auch in "normalen" Restaurants muss man nicht auf Tapas verzichten. Wenn man zu Mehreren isst, werden meistens die einzelnen Speisen in die Mitte des Tisches gestellt und jeder kann sich davon bedienen. Alternativ sind meistens die Vorspeisen anstatt als "normale" Portion (racion) auch als kleinere Portion erhältlich. Dennoch gibt es insbesondere in den touristischen Orten zahlreiche Angebote der Art "5 Tapas für 10,-", wo die alten Klassiker wie Tortilla oder Pflaumen im Speckmantel angeboten werden. Jedoch hat die Atlantikküste Spaniens diese Entwicklung nicht mitgemacht. Dort wird überwiegend noch traditionell gekocht, einige wenige Sterne-Restaurants einmal ausgenommen.

Es sei darauf aufmerksam gemacht, dass die Uhren in Spanien etwas anders ticken: mittags kann man zwischen 13:00 und 16:00 Uhr essen, abends selten vor 20:30 oder 21:00. Darüber hinaus sollte man berücksichtigen, dass sonntags abends und montags viele Restaurants geschlossen haben. Und: Das Brot als Beilage zum Essen muss häufig bestellt werden, da es in der Regel auch berechnet wird (zwischen 0,50 und 2,50 €). Im Süden kann man zwischen "normalen" Brot und Tomatenbrot wählen, das in Öl kurz gebraten ist und mit frischem Tomatenmousse bestrichen wird. Dort gibt es dazu die obligatorische Tüte mit dem kleinen Knabberkram, vergleichbar den Grissinis.

Die Meisten werden die Speisekarten in Spanisch kaum verstehen, wenn auch manche Begriffe aus dem Italienischen oder Französischen bekannt erscheinen. Im Süden, z.B. Andalusien werden selten Karten in anderen Sprachen angeboten. Und was die Bedienung dann versucht auf Englisch zu erklären, sofern sie überhaupt ein paar Worte Englisch können, ist in der Regel kaum verständlich. Da bleibt nur, aus dem Menü auf Verdacht auszuwählen und sich überraschen zu lassen. Weiter nördlich sind englische Speisekarten schon weiter verbreitet, wenn auch die Übersetzungen manchmal irreführend oder falsch sind. Und im Norden (Katalanien und Vizkaya) ist Französisch verbreitet. Dies ist ein Grund, dass bei meinen Beurteilungen häufig Details fehlen, da nicht immer ersichtlich war, was serviert wurde.

Als Restaurantführer sind zu erwähnen:

Haiko Lüpsen, September 2019